Tuesday, 11. august 2009
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Schneller, höher, weiter. Nein, Google hat olympische Tugenden nicht verinnerlicht. Aber die Suchmaschine will in neue Dimensionen der Suche vordringen und will die Community daran teilhaben
lassen. Einem Blogposting zufolge hat Suchmaschine Google an einer
neuen Architektur gearbeitet, Codename: Caffeine!
Was wurde alles überarbeitet in der neuen Caffeine-Architektur?
Hier ein paar der Neuerungen, die im
Webmastercentral Blog gepostet wurden:
- Größe des Index
- Indizierungsgeschwindigkeit
- Indizierungsgenauigkeit
Suchmaschinen-Oberschrauber Matt Cutts hat sich natürlich mit aller ihm zur Verfügung stehenden verbalen Kraft gegen anfängliche Hyperventilierungsanfälle seitens der SEOs gestemmt und einige
Dinge in seinem
Blog klargestellt. Hier eine Zusammenfassung seiner Auslassungen:
- Die Änderungen spielen sich nur unter der Oberfläche ab
- Viele Veränderungen werden sich nicht in den Suchergebnissen niederschlagen
- Trotzdem ist Google an Feedback zu Änderungen interessiert :-)
Wer seine Meinung mitteilen möchte, findet unterhalb der Resultate einen mit "Unzufrieden? Helfen Sie uns bei der Verbesserung" beschrifteten Link dafür.
Beobachtungen zu der neuen Suchmaschinen-Infrastruktur von Google
Meine erste Beobachtung: Ein paar schnelle Tests in der Sandbox haben eher durchwachsene Ergebnisse gezeigt: Seiten, die vorne unter den ersten 12 bis 15 Ergebnissen dabei sind, ändern kaum
ihre Positionen. Aber Seiten, die weiter hinten gelistet waren, machten große Sprünge in beide Richtungen. Offensichtlich sind am Ende der Leine die Ausschläge größer... :-)
Vanessa Fox hat im
Search Engine Land Blog die interessante Beobachtung gepostet,
dass in der neuen Version Vorkommen und Platzierung von Bildern, News, Video und Blog Posts zu den Suchergebnissen den größten Unterschied ausmachten: "For the sample searches I did, the first ten
results were fairly similar, but the existence and location of images, video, news, and blog posts was notably different."
Ich schließe mich ganz Vanessas Fazit an, nämlich dass trotz des zu erwartenden Buheis in der Webentwickler- und SEO-Welt ganz bestimmt zwei Dinge vorrangige Rankinggründe bleiben werden: Eine für
Suchmaschinen erfassbare Seitenstruktur und relevanter Inhalt. Hier noch ein paar Basics zu
Algorithmus ,
Updates und noch mehr
Updates.
Google Caffeine: Mehr und schneller!
Vor allem bei der Geschwindigkeit und bei der Datenerfassung fällt etwas auf: Entweder greift Caffeine auf einen anderen indexierten Datenbestand zu, oder der vorhandene wird besser
erschlossen. Die beiden folgenden Screenshots sprechen Bände:
Wenn das als Trend zu gelten hat, kann als Fazit zu diesem
Punkt festgehalten werden, dass mehr gute Contentarbeit im SEO künftig notwendig sein wird, um sich gegen mehr aufgefundene Konkurrenz durchzusetzen.
#UPDATE#
Grad habe ich gesehen, dass Johannes (
Sistrix) auch ein paar
sehr interessante Details zu Google Caffeine ans Tageslicht gefördert hat. (Bei der
Gelegenheit gleich ein bisschen Werbung: Supertool... kaufen!)
Besonders charmant finde ich die Gegenüberstellung der Suchtreffer zwischen Google.com-Index und Sandbox-Index. Es spricht Bände, dass in mehr als zwei Dritteln aller Treffer mehr Suchergebnisse
erzielt werden, aber nur zu 2,2 Prozent gleiche Suchtreffer vorhanden sind. Das bedeutet, dass man sich auf Fluktuationen einzustellen hat:
(Quelle: Sistrix)
Die Sichtbarkeitsliste bekannter Domains im Anschluss kann zwar nur bedingt Aufschluss darüber geben, wie es für einzelne Domains weitergeht, aber der Trend, den Johannes ausgemacht hat, würde ich
auch so unterschreiben: Für die großen Portale (Yahoo und AOL) geht's nach unten.
Ganz ehrlich: Nach dem letzten "fetten" Update im Oktober/November 2008 hatte ich eigentlich erwartet, dass es Shopping-Seiten massiv an den Kragen gehen würde. Ebay und shopping.com entspächen
diesem Trend - wenn da nur nicht Amazon oder Zappos wären, aber das liegt wahrscheinlich an der Contentarbeit, die diese Sites (die Community) machen (lassen). Auch für Netzwerke lässt sich kein
Trend sehen (Facebook rauf, LinkedIn runter). Die Aufstellung von Sistrix zeigt mir persönlich, dass es nicht hilfreich ist, in Branchen oder Kategorien zu denken, sondern nur die Seite selbst
zählt. Und dass alles nur auf guten Content ankommt.
Dass es für Youtube in diesem Sichtbarkeitsindex Abstriche gibt, bestätigt diese Vermutung: Videos sind keinesfalls gleichwertiger SEO-relevanter Content wie es Text ist :-)